„Leuchtturm der Bildungslandschaft“ wird ausgezeichnet Der Baptist-Kitzlinger-Jugendpreis geht heuer an die Kreismusikschule Passau, die seit 25 Jahren besteht

Baptist-Kitzlinger-Jugendpreis geht heuer an die Kreismusikschule Passau

Freuten sich über den Preis: (v.l.) Josef Heisl, Franz Meyer, Christian Eberle, Hans Kriegl, Johannes Stemp, Klaus Hatting, Simon Bloch, Stefan Meyer, Kurt Brunner, Helmut Rischka, Anneliese Seibold-Lallinger, Walter Taubeneder, Cornelia Wasner-Sommer, Manfred Falkner

 

Gottsdorf. Zum elften Mal ist der Baptist-Kitzlinger-Jugendpreis vom Kreisverband der Jungen Union Passau Land verliehen worden: In diesem Jahr war der Preisträger die Kreismusikschule. Über das Kommen zahlreicher Gäste freute sich JU-Kreisvorsitzender Stefan Meyer, nachdem die Band „Small Town Noise“ die Veranstaltung musikalisch eröffnet hatte.

Über 4000 Schüler an über 100 Stätten

Als Gäste erschienen der Leiter der Kreismusikschule Passau, Klaus Hatting, sein Stellvertreter Kurt Brunner, Bezirksleiter Hans Sicklinger, Teile des Kollegiums, Kulturreferent Christian Eberle, MdL Walter Taubeneder, Landrat Franz Meyer, die Bezirksräte Josef Heisl und Cornelia Wasner-Sommer, die Bürgermeisterstellvertreter Manfred Falkner und Anneliese Seibold-Lallinger aus Untergriesbach, der Bürgermeister von Neuburg Wolfgang Lindmeier, der 2, Bürgermeister von Obernzell Ludwig Prügl, der 3. Bürgermeister von Pocking Manfred Baumgartner, sowie Vorsitzender Johannes Stemp von der gastgebenden JU Untergriesbach. Die Preisverleihung gestalteten die JU-Geschäftsführer Michael Fuchs und Simon Bloch wie auch Claudia Neumayer, Johannes Stemp und Schatzmeisterin Maria Simmelbauer. Stefan Meyer erklärte, die Idee zum Preis sei 2006 bei einer Kreisausschusssitzung entstanden. Als Namensgeber hatte man sich auf den 1996 verstorbenen Passauer Landrat Baptist Kitzlinger geeinigt, da die Belange der Jugend ihm stets ein großes Anliegen waren. Die Skulptur zum Preis entwarf Claudia Neumayer aus heimischen Materialien. Auf einem Granitsockel, Symbol für den Granit des Bayerwalds, steht ein aus Glas gelaserter Umriss des Landkreises Passau, flankiert von zwei geschwungenen Glasstäben, die für das Miteinander von Feldern und Wäldern, also von Natur und Landwirtschaft und Flüssen und Thermen, Schifffahrt, Handel und Tourismus stehen. 2006 wurde der Preis erstmals an die Berufsfachschule für Gastronomie Passau überreicht.

Dann aber kam Stefan Meyer auf den aktuellen Preisträger zu sprechen: die Kreismusikschule. Sie sei ganz zweifellos ein unverzichtbarer Bestandteil des öffentlichen Bildungs- und Kulturangebots, auf das alle stolz sein können.

Stolz zeigte sich Landrat Franz Meyer, dass diese Schule in den 25 Jahren ihres Bestehens zu einem bayernweit anerkannten Erfolgsmodell herangereift sei, an dem sich alle 38 Gemeinden im Landkreis beteiligen. Dieses Angebot in über 100 Unterrichtsstätten mit derzeit über 4000 Schülern garantiere für alle Bürger einen ortsnahen Zugang zu einer Vielzahl an Instrumenten, Spielkreisen und Ergänzungsfächern.

Als bedeutendste Veranstaltung im Jahreskalender der JU bezeichnete Bezirksrat Josef Heisl die Verleihung des Preises. Die JU wolle den Preisträgern mit der Ehrung zeigen, wie wichtig ihre Arbeit mit und für die Jugend ist. Heisl lobte das große Engagement der aktuellen Preisträger.

Der Kreisgeschäftsführer der JU Passau Land Simon Bloch umschrieb die magische Kraft der Musik, die Sehnsüchte weckt. Er beschrieb die Entwicklung der Kreismusikschulen: Früher glich dass System der Musikschulen in Bayern einem Fleckerlteppich, jede Kommune betrieb ihre eigene. Mit der Bayerischen Sing- und Musikschulverordnung sei ein Meilenstein für die Qualität und die Breite der Musikschulen vor Ort gelegt worden. 1989 setzten sich die 18 Musikschulleiter im Landkreis Passau mit Landrat Baptist Kitzlinger zusammen, um ein flächendeckendes Musikschulangebot im Passauer Land zu diskutieren. 1991, schon unter Landrat Hanns Dorfner, gab es am 28. Juni den Gründungsbeschluss für die Kreismusikschule im Kreistag. 1992, genauer am 2. Februar, trat der heutige Leiter der Kreismusikschule, Klaus Hatting, sein Amt an, Ein Glücksfall – sagte Simon Bloch, wie auch die Berufung seines Stellvertreters Kurt Brunner.

Viel Überzeugungsarbeit musste anfangs geleistet werden. Man unterzeichnete Kooperationsverträge mit Kindergärten und Ganztagsschulen, man entschloss sich in Förderstätten für Behinderte und Seniorenheime zu gehen. Die Kreismusikschule sei zu einer „singenden und klingenden Institution“ für alle vom Kleinkind bis zum Senior geworden. So sei die Kreismusikschule Passau heute mit Abstand die größte unter den Kreismusikschulen in Bayern. Die Musikschule bedeute heute weit mehr als Blockflöte und Volkslied, sie bereitet Kinder und Jugendliche auch auf ihr Dasein als Erwachsene vor. Simon Bloch sagte: „Sie ist ein Leuchtturm der kommunalen Bildungslandschaft, der in allen Tönen klingt und singt.“

Der Preis kommt im 25. Jahr des Bestehens

Nach der Preisverleihung durch Kreisvorsitzenden Stefan Meyer bedankte sich Hatting für die Auszeichnung – gerade jetzt im 25. Jahr des Bestehens der Schule. Er werte den Preis als Zeichen des gemeinsamen Erfolgswegs. Untergriesbachs JU-Vorsitzender Johannes Stemp eröffnete Buffet und Feierstunde.

Quelle: PNP vom 28.01.2017

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